Endlich

ist es soweit, dass ich mit dem Fahrrad, meine erste kleine Burgwaldtour 2019 in diesem Jahr unternehmen kann. Eine meiner Lieblingstrecken führt über Schönstadt vorbei an der Abzweigung zum „Langen Grund“, weiter nach Oberrosphe. Am Ortseingang Oberrosphe orientiere ich mich sogleich nach rechts. Anfänglichs führt der Weg am Burgwald entlang, um dann vollends in den Wald einzutauchen.
Obwohl es heute recht Frühingshaft ist, sind die Temperaturen im Schatten des Waldes deutlich niedriger.

Frosch

Huflattich (Tussilago farfara)

Am

Johannes-Peter-Steg“ schaue ich ob sich bei den Fröschen schon etwas tut. Tatsächlich, sie fangen an aktiv zu werden.

Weiter

geht es Richtung „Großer Badenstein„. Kurz vorher fallen mir die Blüten des Huflattichs am Wegesrand auf. Als typischer Frühjahrsblüher lockt er mit seinen gelben Blüten, bereits aktive Insekten an.

Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni)

An

die 10 Zitronenfalter kann ich in einem Umkreis von wenigen Metern ausmachen. Das bunte Outfit meiner Fahrradbekleidung scheint sie ebenfalls zu interessieren. Jedenfalls umschwirren sie mich, so als ob ich mich in einem Schmetterlingshaus für exotische Schmetterlinge befinden würde. Farben wirken offenbar wie ein Magnet auf sie.

Herrenbänke im Burgwald

Danach

setze ich meine Tour Richtung „Franzosenwiesen“ fort. Vorher passiere ich noch die „Herrenbrücke“. um anschließend auf dem geteerten Verbindungsweg Mellnau – Franzosenwiesen zu gelangen. Insgesamt ist die Strecke recht gut ausgeschildert. Überrascht bin ich über den Anblick einer regelrechten „Mondlandschaft“, welche mir  linker Hand begegnet. Ein Hinweisschild gibt Aufklärung.

Mit der Entfernung

der Fichten und Kiefern wird eine Erweiterung der bestehenden Moore angestrebt ist zu lesen. Durch die Baumkronen verdunstet offenbar sehr viel Wasser, welches nicht im Boden gehalten wird. Dadurch das mehr Wasser in den Boden zu den Torfmoosen gelangt, werden diese zu mehr Wachstum angeregt und speichern letzendlich mehr Wasser sowie Kohlenstoff. Ein Beitrag zum Klimaschutz. Desweiteren bieten diese Moorlandschaften Lebensraum für sehr spezielle Pflanzen wie Sonnentau, Wollgras und die Moosbeere. Ebenso verschiedenen Tierarten.
Hier werde ich wohl noch öfters vorbeischauen, allein um zu schauen wie sich diese Landschaft von Jahr zu Jahr entwickelt.
Ein paar Kilometer weiter gelange ich zu den Herrenbänken.

Die vorherigen Herrenbänke -noch aus Holz.

Mittlerweile

aus Sandstein neu errichtet. Vorher waren Tisch und Bänke aus Holz. Hier läßt es sich angenehm pausieren um danach die Tour fortzusetzen. Über Rosenthal, dann weiter nach Hertingshausen, muss ich erst ein wenig Anstieg überwinden. Mit dem E-Bike gelingt dies souverän. Ein öffentlicher und geteerter Verbindungsweg führt nach Gemünden.
Der „Alte Bahnhof“ in Gemünden lädt zu jeder Jahreszeit, aber insbesondere in den Sommermonaten, zum Verweilen ein. So manches Radler habe ich hier schon getrunken. Im Schatten großer Linden läßt es sich aushalten. Und wer genug Zeit hat, kann hier sogar im Schlafwagen übernachten. Allerdings sollte man sich vorher anmelden. Diese Art der Übernachtung ist sehr beliebt und schnell ausgebucht. Auf jeden Fall ist es ein Erlebnis.
Gemütlich und entspannt trete ich jetzt meine Heimreise durch das Wohratal, vorbei an Rauschenberg nach Kirchhain an. Große Steigungen gibt es nicht mehr.
In Gedanken plane ich schon meine nächste Tour in den faszinierenden Burgwald.